Tarifvertrag baustoffindustrie ost

Die wirtschaftliche Lage der Bauindustrie fördert auch nicht die Entwicklung eines effektiven sozialen Dialogs, wie im nächsten Abschnitt erläutert. Die schwierige Bausituation kann sich schlecht auf die “Normalisierung” der Arbeitsbeziehungen in diesem Sektor auswirken. Zweifellos wird es ohne eine stärkere Beteiligung des Staates an den Problemen der Bauindustrie äußerst schwierig sein, einen institutionalisierten sozialen Dialog zu entwickeln – ähnliche Ansichten haben die Verfasser des oben genannten Berichts, der EU-Erweiterung, zum Ausdruck gebracht. Arbeitsbeziehungen im Bauwesen als Pilot. Die unpersönliche und unkooperative Haltung der aufeinanderfolgenden Regierungen gegenüber den Initiativen der Sozialpartner des Bausektors erscheint etwas überraschend, nicht zuletzt, weil die Beziehungen in dieser Branche sehr branchenspezifisch sind und sich weitgehend von denen in anderen Sektoren unterscheiden. Vielleicht lohnt es sich, eine dreigliedrige Kommission zu schaffen, die denen ähnelt, die in anderen Wirtschaftssektoren (PL0308101F) wie der Energiewirtschaft funktionieren. Die oben genannten Umstände werden für das Fehlen eines branchenweiten Tarifvertrags im Bausektor verantwortlich gemacht, ohne dass die Chance besteht, dass eine solche Vereinbarung in naher Zukunft gebilligt wird. Im Februar 2003 einigten sich die wichtigsten Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände auf einen sektoralen Mindestlohn satz, der 50 % über dem nationalen gesetzlichen Mindestlohn (PL0306102N) lag. Dies stieß jedoch auf Probleme – siehe unten (unter “Ansichten der Sozialpartner”). Der schlechte Zustand der Bauindustrie löst bei den Sozialpartnern verständliche Besorgnis aus, die der Regierung die Schuld an der gesamten Situation geben. Die meisten ihrer Einwände beziehen sich auf die Politik der Regierung gegenüber dem Bausektor, während einige Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Beitritt Polens zur EU widerspiegeln. Zu den wichtigsten Anliegen gehören folgende: Am 20.

Februar unterzeichneten die Gewerkschaften der Bauarbeiter einen neuen Tarifvertrag mit der venezolanischen Baukammer, der den Arbeitnehmern eine Lohnerhöhung von 500 % als dringende Maßnahme zur Abschwächung der wirtschaftlichen Auswirkungen der säuernden Inflation des Landes vorsieht. Im Vergleich zu den derzeitigen Lebenshaltungskosten im Land ist der Anstieg jedoch nach wie vor unzureichend. Die zweite Schlüsselfrage ist die geringe Wirksamkeit der gemeinsamen Initiativen, die von den Sozialpartnern ins Leben gerufen werden.