Mustertext zur verfügung gestellt vom ministerium für kinder familie flüchtlinge und integration

Die Situation in Schweden ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Die allgemeine Politik in Schweden besteht jedoch darin, Kinder nur für einen sehr kurzen Zeitraum in internationalen oder Immersionsklassen zu halten. Vor 2016 gab es keine nationale Politik, die lokale Organisationsmodelle regelte. So wurden in einigen Gemeinden neu angekommene Kinder für einen längeren Zeitraum, manchmal bis zu drei Jahre, in getrennten Klassen untergebracht (Skolinspektionen, 2009). In den meisten Fällen wurden die Schüler jedoch entweder schnell versetzt oder direkt in den regulären Unterricht integriert. (Rydin et al., 2012). Seit Januar 2016 wurde eine neue Reihe von Gesetzesänderungen verabschiedet, die vorsehen, dass ein Student bis zu vier Jahre nach seiner Ankunft als neu angekommen gilt. Für diese Schüler wurde eine neue Organisationsform eingerichtet, die sogenannten Vorbereitungsklassen (auf Schwedisch förberedelseklasser). Wichtig ist, dass die Schüler nicht mehr Vollzeit in Vorbereitungsklassen und nicht länger als zwei Jahre unterrichtet werden können. Das bedeutet, dass ihnen einige Unterrichtsstunden im regulären Unterricht gewährt werden. Wie viele und in welchen Fächern ist nicht reguliert, sondern den Lehrern überlassen, auf der Grundlage ihrer Bewertung der individuellen Bedürfnisse und Umstände der Schüler zu entscheiden. Die Studierenden können während des Studienjahres jederzeit in reguläre Klassen versetzt werden, je nach Entwicklung und Bedürfnissen.

(Bunar, 2015). Die Vermittlung in Vorbereitungsklassen ist nicht obligatorisch, die Entscheidung wird vom Schulleiter auf der Grundlage der erstmaligen Kartierung und anderer sozialer Umstände getroffen, was bedeutet, dass die Schüler auch direkt in reguläre Klassen geschickt werden könnten. Der Übergang in den regulären Unterricht ist nicht mehr nur durch den Fortschritt der Schüler in Schwedisch als Zweitsprache bedingt, sondern zu einem großen Teil auch an der Forderung, dass alle Lehrer in regulären Klassen mit Sprachentwicklungspädagogik arbeiten müssen (Skolverket, 2017). Diese neue Gesetzgebung wird offensichtlich von dem Wunsch geleitet, die soziale Segregation zwischen neu angekommenen Schülern und den übrigen Schulen zu vermeiden, was einer der am häufigsten gestellten kritischen Punkte im vorherigen System war (Svensson, 2017). In Griechenland ist die erste Auswahl im Alter von fünfzehn Jahren, nach dem Verlassen des Gymnasiums (Junior High School). Um ihr Studium über die Pflichtschule hinaus fortzusetzen, müssen die Studierenden ein Abitur (Apolityrion Gymnasiou) erwerben, das dem Abitur entspricht und zugang zur Allgemeinen oder beruflichen Oberstufe (Lyceum/Lykion) gewährt, die ihnen wiederum Zugang zu einer höheren Bildung (Universität) oder zu stärker berufsorientierten Studiengängen gewährt. Schüler, die kein Diplom erhalten, können das Abendgymnasium besuchen, um das Zertifikat zu erhalten. Viele Erwachsene, darunter viele Erwachsene mit Migrationshintergrund, besuchen diese Schulen. Studierende, die sich gegen eine Fortsetzung in einer Art Lyzeum entscheiden oder kein Lyzeum-Diplom erhalten, das zur Hochschulbildung führt, können an verschiedenen Arten von Kursen teilnehmen, die von öffentlichen und privaten Organisationen (z. B. der Manpower Employment Organization/ OAED) angeboten werden, um Fähigkeiten und Qualifikationen für den Eintritt in den Arbeitsmarkt zu erwerben.

17D) Im Sommer 2016 öffnete im Stadtteil Rahlstedt ein neues zentrales “Ankunftszentrum”, in dem sich jeder nach Hamburg einreisende Flüchtling registrieren muss. In dieser Einrichtung mit einer Kapazität von 400 Personen pro Tag unterziehen sich die Flüchtlinge zunächst einem medizinischen Check. Anschließend melden sie sich an und schreiben sowie ihren Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das ein Team im Ankunftszentrum hat.